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„Nehmt Gottes Melodie in euch auf!“ – Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien

Josef Grünwidl während der Weihe, Copyright: Erzdiözese Wien, Schönlaub

Am Samstag, dem 24. Jänner 2026, wurde Josef Grünwidl im Stephansdom feierlich zum neuen Erzbischof von Wien geweiht. Die Weihe spendete Kardinal Christoph Schönborn gemeinsam mit dem Salzburger Erzbischof und Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, Franz Lackner, sowie dem Bischof von Leitmeritz, Stanislav Přibyl. Die Pummerin läutete die neue Ära ein.

Rund 3.000 Gläubige feierten im Stephansdom mit. Unter den Ehrengästen befanden sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Stocker. Auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Ökumene sowie anderer Glaubensgemeinschaften nahmen an dem Festakt teil und setzten damit ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit.

Wertschätzende Worte für den neuen Erzbischof fanden unter anderem Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Wiens Bürgermeister und Schirmherr des Vereins, Michael Ludwig, die Josef Grünwidl zu seinem bisherigen Dienst und und zu seinen zukünftigen Aufgaben beglückwünschten.

33. BISCHOF VON WIEN

Zu Beginn der Feier wurde im Stephansdom das Ernennungsschreiben von Papst Leo XIV. von einer Seelsorgerin aus dem Weinviertel verlesen.

Anschließend folgte eine Tauferinnerung am Taufbecken des Stephansdoms. Papst Leo XIV. hatte Josef Grünwidl bereits am 17. Oktober 2025 offiziell zum Nachfolger von Kardinal Schönborn ernannt.

Mit seiner Weihe ist Josef Grünwidl der 33. Bischof von Wien. Seit der Erhebung Wiens zur Erzdiözese im Jahr 1723 ist er zugleich der 17. Erzbischof. Damit beginnt ein neues Kapitel in der langen Geschichte der Erzdiözese Wien getragen von dem Leitwort, das Grünwidl seiner Weihe mitgab: „Nehmt Gottes Melodie in uns auf!“

DIE BISCHÖFLICHEN INSIGNIEN: MITRA, RING UND BISCHOFSSTAB

Die Insignien Grünwidls sind bescheiden gewählt.

Der Erzbischof hat sich für einen einfachen, hölzernen Bischofsstab entschieden, den der verstorbene Weihbischof Helmut Krätzl getragen hatte.

Zudem wird Grünwidl einen lediglich versilberten Konzilsring tragen. Die Bischofsmütze (Mitra) wurde eigens angefertigt. Sein Hang zur Kirchenmusik – Grünwidl hat Orgel studiert – ist bemerkbar: So sind auf seinem bischöflichen Wappen u. a. fünf Orgelpfeifen abgebildet.

Vereinszeitung Unser Stephansdom 152, Februar 2026, Titel: Eine Bischofsweihe

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