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Interview mit Mag. Barbara Fahringer-Postl

Vereinszeitung

„Transparenz und klare Nachvollziehbarkeit schaffen Vertrauen bei Spenderinnen und Spendern.“

Mag. Barbara Fahringer-Postl, Rechnungsprüferin des Vereins „Unser Stephansdom“, ist Partnerin der BDO Assurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft. Die studierte Betriebswirtin ist Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin. Privat begeistert sich die leidenschaftliche Wienerin für Kunst, Kultur und Sport.

DIE FRAGEN STELLTE MAG. BARBARA SUCHANEK.

Frau Mag. Fahringer-Postl, Sie begleiten den Verein „Unser Stephansdom“ seit vielen Jahren als Rechnungsprüferin – was bedeutet Ihnen diese Aufgabe persönlich?

Meine ehrenamtliche Tätigkeit als Rechnungsprüferin des Vereins „Unser Stephansdom“ bedeutet mir sehr viel, da ich auf diese Weise einen Beitrag leisten kann, den Verein in der Erfüllung seines wichtigen Zwecks – nämlich der Erhaltung des Doms – zu unterstützen. Auch wenn mein Beitrag indirekt erfolgt, ist es für mich eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe.

Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt in der steuerlichen Beratung und Prüfung von Non-Profit-Organisationen und Körperschaften öffentlichen Rechts. Was fasziniert Sie an der Arbeit in diesem Bereich besonders?
Die Faszination in diesem Bereich liegt für mich vor allem in den Menschen, die in Non-Profit-Organisationen tätig sind. Sie handeln aus einem starken ideellen Antrieb heraus. Dieses Engagement, etwas Sinnstiftendes für die Gesellschaft zu leisten, macht die Zusammenarbeit besonders inspirierend und verleiht meiner Arbeit eine zusätzliche Bedeutung.

Was ist für Sie das Besondere daran, einen Verein wie „Unser Stephansdom“ zu begleiten? Das Besondere daran, einen Verein wie „Unser Stephansdom“ zu begleiten, liegt für mich in der außergewöhnlichen Bedeutung des Stephansdoms selbst. Er ist nicht nur für die Wiener Bevölkerung, sondern für ganz Österreich unabhängig von Konfession oder Herkunft eines der wichtigsten Kulturgüter und ein zentrales Identitätssymbol.
Der Verein handelt im Sinne der Allgemeinheit mit dem übergeordneten Ziel, dieses bedeutende Kulturgut für künftige Generationen zu erhalten. Durch meine Tätigkeit kann ich einen konkreten Beitrag zu diesem gesellschaftlich wertvollen Anliegen leisten – genau das macht diese Aufgabe für mich so besonders.


Vertrauen ist gerade bei Spendenorganisationen zentral. Wie kann Transparenz dazu beitragen, dieses Vertrauen nachhaltig zu stärken?
Transparenz ist für Spendenorganisationen ein zentraler Faktor, um Vertrauen nachhaltig aufzubauen und zu sichern. Wenn klar und nachvollziehbar offengelegt wird, wofür Mittel verwendet werden, wie Entscheidungen zustandekommen und welche Wirkung erzielt wird, schafft das Glaubwürdigkeit. Regelmäßige Berichte, geprüfte Abschlüsse und eine offene Kommunikation geben Spenderinnen und Spendern die Sicherheit, dass ihre Beiträge verantwortungsvoll eingesetzt werden.

Sie beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Spenden und Gemeinnützigkeit – woran erkennt man aus Ihrer Sicht eine besonders vertrauenswürdige Organisation?
Eine besonders vertrauenswürdige Organisation erkennt man aus meiner Sicht an mehreren Faktoren: Einerseits an einem hohen Maß an Transparenz in der Berichterstattung und Mittelverwendung. Andererseits daran, dass sie vom Bundesministerium für Finanzen als spendenbegünstigte Einrichtung anerkannt ist. Dies zeigt, dass sie klare gesetzliche Vorgaben einhält und ihre Gemeinnützigkeit auch formell bestätigt ist.

Der Stephansdom ist nicht nur ein Wahrzeichen, sondern auch ein sehr lebendiger Ort. Gibt es einen Moment oder Platz im Dom, der Sie persönlich besonders berührt?
 Mich berührt besonders die Barbarakapelle – ein Ort der Ruhe und des Innehaltens inmitten der Lebendigkeit des Doms. Sie bietet einen stillen Rückzugsraum, der einen besonderen Kontrast zum oft belebten Geschehen im Stephansdom bildet und dadurch eine ganz eigene, persönliche Atmosphäre schafft.

Und abschließend: Was wünschen Sie dem Verein „Unser Stephansdom“ für die Zukunft?
Ich wünsche dem Verein „Unser Stephansdom“ für die Zukunft weiterhin viele engagierte Spenderinnen und Spender sowie Vereinsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die mit Leidenschaft für den Erhalt des Doms eintreten und dieses besondere Kulturgut mittragen.

Cover Vereinszeitung

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